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Sommer-Uni

 

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23. Sommer-Universität Lenk

Vortrags- und Diskussionsreihe  

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unter dem Patronat der Erziehungsdirektion des Kantons Bern
und dem Rektorat der Universität Bern
Gesamtleitung: Peter Manfred Schläppi

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die Vorträge werden jeweils um 18.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Lenk beginnen

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Sie können hier den Prospekt 2010 als pdf herunterladen.

Vorträge 2010

Dienstag, 20. Juli 2010
Prof. em. Dr. phil. II habil. Klaus Ewald, war zwischen 1987 und 2006 in Freiburg/Breisgau und an der ETH Zürich ordentlicher Professor für Landespflege bzw. für Natur- und Landschaftsschutz

Wie verändert der Tourismus die Landschaft!

Der Tourismus hat in der Schweiz eine lange Tradition. Bereits im 18. Jahrhundert gab es erste Touristen, das heisst Reisende, welche auf einer «Grand Tour» Berge und Seen bewunderten. Doch der Tourismus hat zwei Seiten: Hier bietet er Raum für Erholung und Sport – heutzutage vermehrt auch Wellness – da beeinflusst er andererseits durch den Ausbau infrastruktureller Anlagen die Landschaft. Welchen Wandel die Landschaft durch den Tourismus erfahren hat. Welchen positiven Einfluss er bewirkt und wo er in die Landschaft eingreift dokumentiert der Vortrag in eindrücklichen Bildern.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Prof. Christian W. Hess, Direktor und Chefarzt neurologischen Universitätsklinik, Bern

Musik im Gehirn

«Das Singen ist die eigentliche Muttersprache des Menschen», sagte Yehudi Menuhin als einer der engagiertesten Förderer der Musik. Musik ist zweifellos eine entwicklungsgeschichtlich alte, archaische Sprache die möglicherweise schon vor der gesprochenen Sprache von unseren Ur-Ahnen gebraucht wurde und eine spezifisch menschliche Form der nonverbalen Kommunikation darstellt.
Was hatte damals und was hat heute die Musik für eine Bedeutung für das (Über-)Leben? Das menschliche Gehirn ist für musikalische Begabungen speziell eingerichtet. So gibt es für die Musikverständigung ein schwergewichtig in der rechten Gehirnhälfte lokalisiertes, angeboren angelegtes Netzwerk im Gehirn. Dazu variieren musikalische Begabungen und auch die Affinität zur Musik als Resultat unterschiedlicher erblicher Anlagen wie auch unterschiedlicher Umwelteinflüsse von Mensch zu Mensch sehr stark. Die Untersuchung von musikalischen Ausnahmetalenten einerseits und von neurologischen Patienten mit musikalischen Defekten andererseits erlaubt es vielleicht, hinter das Geheimnis der Musik als weltweit verankertes kulturelles Phänomen zu kommen.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Dr. Beda Hofmann, Kurator der Abteilung Erdwissenschaften im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern

Riesenkristalle aus den Schweizer Alpen

Die Schweizer Alpen sind ein klassisches Fundgebiet für Bergkristalle. Aussergewöhnlich grosse und schöne Kristalle werden jedoch sehr selten gefunden.
Während des Vortrages werden die wichtigsten Funde grosser Bergkristalle aufgezeigt und mit eindrucksvollen Bildern untermalt, um dann speziell auf den bedeutenden Fund am Planggenstock auf der Göscheneralp im Kanton Uri einzugehen. Dieser wurde in den letzten Jahren von einer Gruppe von Strahlern um Franz von Arx und Paul von Känel gemacht. Die Faszination der Kristalle konstelliert sich aus einer Mischung aus Licht, Reinheit und Kraft, welche Besucher von Nah und Fern in ihren Bann ziehen. Strahler werden die Kristall sucher genannt – ihre Passion ist die unermüdliche Suche nach Kristallen.
Wie diese über Jahrmillionen entstanden sind und wie sich der abenteuerliche Weg vom Fund in der Kluft bis in die Ausstellung im Museum gestaltet – all das kann man im Vortrag erfahren und bildlich miterleben.

Freitag, 23. Juli 2010 um 16.00 Uhr

Prof. Dr. Christian Schlüchter, Professor für Quartärund

Umweltgeologie am Institut für Geologie der Universität Bern

Exkursion Geopfad+

Der Geopfad ist ein als Lehrpfad konzipiertes Projekt der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau (BFH-AHB) und dem INSTITUT FÜR GEOLOGIE DER UNIVERSITÄT BERN, welcher so - wohl Kinder als auch Erwachsene anschaulich über Naturereignisse, Geotechnik und Geologie informiert. Wenn Sie wissen möchten:
Warum Bäume schief und krumm wachsen. Ob Kühe Hangrutsche auslösen können oder wie man Drainagen selbst baut, kommen Sie mit uns auf die Erlebniswanderung Geopfad+.
Der Wanderrundweg dauert etwa 2 Stunden (Länge 3.3 km bei einer Höhendifferenz von 150 m) und ist für alle Altersstufen geeignet. In der Mitte des Weges geniessen wir nicht nur einen wunderbaren Ausblick über DIE LENK, sondern auch köstliche einheimische Produkte. Weitere Details und Anmeldung direkt bei der Stiftung Kulturförderung Lenk.

Dienstag, 27. Juli 2010

Dr. phil. Max Waibel, langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Bern, Präsident der Walservereinigung und international gefragter Referent für Fragen der Walser Volkskunde

Sagenwelt des Berner Oberlandes

Die Kulturgeschichte und Sagenkunde des Berner Oberlandes umreisst vor allem Themenschwerpunkte wie: Die «Entdeckung» des Berner Oberlandes – Die Lebensweise und die Gebirgslandschaft als prägende Elemente der Sagenbildung – Charakter des Oberländer Sagen gutes – Das Alter der Motivik. So wird ein Überblick über häufige Gestalten und beliebte Motive in der Sagenüberlieferung des Berner Oberlandes gegeben.
Im zweiten Teil des Vortrags konzentriert sich alles auf die Zwergsage. Einen bemerkenswerten Hinweis zum Vorkommen der Zwerge im Berner Oberland liefert dazu Johann Rudolf Wyss d. J. im zweiten Band seiner 1817 erschienenen «Reise ins Berner Oberland». Hier lesen wir nämlich: «Auffallend ist es, dass die Hauptpersonen unsrer oberländischen Mythoogie durchaus nur Zwerge sind». So begleiten uns auf der Reise ins Reich der Zwerge vielerlei Themen wie die von Zwergen als Hirten, Viehhütern und Mühlenknechten zu Zwergengschenkli, Zwergen als Ratgeber bis hin zum Auszug der Zwerge. Tonbandaufnahmen aus den frühen 80ern liefern dabei einen weiteren Einblick in das Wesen und Treiben der Zwerge und damit in eine längst vergessene Erzähltradition.

Mittwoch 28. Juli 2010

Prof. Dr. Ernst Peterhans, Leiter des Instituts für Veterinär-Virologie der Universität Bern

Vogelgrippe, Schweinegrippe und andere neue Viruskrankheiten: Vordergründe und Hintergründe

Neue Viruskrankheiten haben in den Medien Hochkonjunktur. Dabei wird häufig die von neuen Viren ausgehende Bedrohung hervorgehoben. Im Vortrag werden hinter den vordergründigen Kulissen die Hintergründe beleuchtet und Antworten auf folgende Fragen aufgezeigt: Was sind Viren? Wie vermehren sie sich? Wie machen uns Viren krank? Weshalb tauchen unvermittelt neue Viren auf? Woher stammen sie? Welche Beziehungen bestehen zwischen den Viren von Mensch und Tier? Und welche Rolle spielen sie in der Geschichte und der Evolution? Alles in Allem verspricht es ein aufschlussreicher Vortragsabend zu werden.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Pfr. Dr. Manuel Dubach, Assistent am Lehrstuhl für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Bern

Trunkenheit im Alten Testament

Das Alte Testament erzählt vom Rausch? Ja, häufiger als man denkt. Werden die hebräischen Originaltexte korrekt übersetzt, macht man erstaunliche Entdeckungen: Nicht allein Noah und Lot haben es sich beim Trinken (zu) gut gehen lassen. Von Jakobs Söhnen und ihrem Bruder Josef weiss das Buch Genesis zu berichten: «Und sie tranken mit ihm und wurden betrunken» (Gen 43,34). Der Rausch wird hier weder verurteilt noch gepriesen – er ist einfach eine Tatsache. So neutral sind lange nicht alle Texte.
Der Wein – das klassische alkoholische Getränk im Alten Israel – wird äusserst unterschiedlich beurteilt. Während er in einem Psalm «das Herz des Menschen erfreut». (Ps 104,15), raubt er gemäss dem Propheten Hosea «den Verstand des Menschen» (Hos 4,11) in einem Anderen. Hier ist eine Ambivalenz zu greifen, die zu einer genaueren Betrachtung einlädt.

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Programmänderungen vorbehalten.
Beginn der Vorträge um 18.30 Uhr.

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Organisatorisches 2010

Ort und Zeit der Veranstaltungen
Die Vorträge im Rahmen der Sommer-Universität Lenk finden jeweils im Kirchgemeindehaus Lenk statt. Sie beginnen um 18.30 Uhr und dauern zirka eine Stunde. Daran anschliessend wird der Referent eine halbe Stunde lang Fragen beantworten.

Gerne laden wir Sie zum Schluss des Vortrages zu einem kleinen Aperitif ein, wo Sie bei einem Glas Wein die Möglichkeit haben, den Referenten noch im persönlichen Gespräch zu erleben.

Eintrittspreis: CHF 15.— Einzelvortrag (inkl. Aperitif)
CHF 40.— (jeweils 3 Vorträge)

Versicherung ist Sache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten und stehen allen Altersgruppen offen. Die Anmeldungen für die Exkursion werden am Vorabend anlässlich des dazugehörenden Vortrages entgegengenommen. Für die Vorträge ist keine Anmeldung erforderlich. Bitte erscheinen Sie rechtzeitig zu den Vorträgen.

Mitglieder Fachausschuss
Peter Manfred Schläppi (Präsident), Lenk
Prof. Dr. Thomas Gelzer, Bern
Matthias Haupt, Verleger, Bern
Prof. Dr. Pasqualina Perrig, Bern
Prof. Dr. Christian Schlüchter, Bern

Informationen erhalten Sie bei der
Stiftung Kulturförderung Lenk
Tel. 033 733 40 30, Fax 033 733 20 27

info@lenk-kultur.ch 

Der letztjährige Prospekt 2009 kann hier als pdf heruntergeladen werden

Der Prospekt 2008 kann hier als pdf heruntergeladen werden.

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Rückschau Jubiläum:
20. Sommer-Universität Lenk 


Zum Jubiläum wurden Lenk spezifische Vorträge gehalten und das Motto lautete:
die Universität Bern zu Gast an der Lenk

 
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Sie können hier den Jubiläumsprospekt 2007 herunterladen