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Die 35. Internationale Musikalische Sommer-Akademie Lenk findet vom
19. August bis 1. September 2012 statt
www.soak-lenk.ch

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International anerkannte Dozenten erteilen Musikstudenten/-innen
aus zahlreichen Nationen Unterricht auf hohem Niveau.
Abends finden in der reformierten Kirche Lenk klassische Konzerte statt

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Gesamtleitung: Adrian Oetiker und Adelina Oprean

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Sie können den Prospekt 2011 hier herunterladen

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Eintritt frei - Kollekte
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Rahmenveranstaltungen 2011

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Programmänderungen vorbehalten.

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Die Dozentinnen und Dozenten
der Sommer-Akademie Lenk

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Rückschau auf die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich der
30. Internationale Musikalische Sommerakademie Lenk 2007

Die internationale musikalische Sommer-Akademie Lenk feierte mit verschiedenen Highlights ihr 30-Jahr-Jubiläum. 130 Studenten aus aller Welt haben sich wieder für die Sommer-Akademie angemeldet, um an Meisterklassen und an Kammermusikkursen teilzunehmen. Rund um die Akademie haben zu Ehren des 30-jährigen Bestehens einige Besonderheiten stattgefunden wie das Kinderkonzert „Tino Flautino“, das Überraschungskonzert mit ehemaligen Dozenten, das Gönnerkonzert mit der Camerata Zürich „Hommage an Kurt Pahlen“, das Kunstkino „Der Rosenkavalier“ und die Fotoausstellung von Jacques Leiser.
Speziell war ausserdem, dass der Gönnerverein ein 1. Gurtenkonzert organisiert hat und drei Studenten der Sommer-Akademie im Anschluss an die Akademie am Sonntag auf dem Gurten ein Konzert gegeben haben. Es folgen einige Fotoimpressionen.
Spezieller Dank: Die Sommer-Akademie Lenk dankt allen, welche zum besonderen Gelingen dieses 30-Jahr-Jubiläums beigetragen haben. Immer wieder darf die Akademie auf grosse Unterstützung von allen Seiten zählen. Wir schätzen das ausserordentlich: Merci beaucoup!


Gönnerkonzert mit der Camerata Zürich „Hommage an Kurt Pahlen“. Dirigent: Marc Kissóczy;
Solisten: Dozentinnen der Sommer-Akademie Adelina Oprean und Nora Chastain, Violinen.

Überraschungskonzert: Yvonne Pahlen,
ie Tochter von Prof. Dr. Kurt Pahlen
tanzt zu Ehren ihres Vaters.
 

Andreas Stürzinger, Violoncello, Fabienne Thönen, Violine, und Dmitri Demiashkin, Klavier,
alles Studenten der Sommer-Akademie, spielten am Galakonzert der Basler Versicherungen
sowie auf dem Gurten in Bern mit Bravour das Trio a-Moll op. 50 von Peter I. Tschaikowsky.

Am Überraschungskonzert spielten Peter Lukas Graf und seine
Tochter Aglaia Graf (Studentin der Sommer-Akademie Lenk) die Sonate für Flöte und Klavier von Carl Reinecke.

Immer wieder ein Highlight ist es, wenn Ana Chumachenco und Homero Francesch zusammen als Solisten auftreten. Am Galakonzert der Basler Versicherungen spielten sie die Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 in A-Dur von Johannes Brahms.


Kinderkonzert: Jolanda Steiner erzählte die Geschichte von Tino Flautino. Maurice Steger spielte Blockflöte und Arpi Mkrtchyan, Studentin der Sommer-Akademie Lenk, Klavier.

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Homero Francesch, Leiter der Sommer-Akademie Lenk,
im Gespräch mit Marc Kissoczy, Chefdirigent Camerata Zürich

Marc Kissóczy stammt aus einem Elternhaus, wo Musik drin war – die Musik war einfach da, wie er sagte. Sein Grossvater war Geiger und hat ihm später einen Schrank voller Noten – auch heutzutage selten zu findende - vermacht. Marc Kissóczy hat sich spät dazu entschieden, das Konservatorium zu machen. Seine Lehrer waren Anton Fitz, sowie Martin und Ueli Lehmann und das Diplom hat er schliesslich mit Auszeichnung erhalten. Marc Kissóczy hat keine solistischen Ambitionen gehabt, ihn hat vielmehr das gemeinsame Musizieren interessiert. Zum Orchester kam er zufällig, als das Sinfonieorchester Basel einen „Zuzüger“ brauchte und Marc innerhalb von zwei Stunden bereit sein musste. Auch zum Dirigenten mit Anfang 20 ist Marc Kissóczy eher zufällig gekommen: man rutscht da rein, wie er sagte. Auf die Frage, was es braucht, um ein Orchester zu dirigieren, antwortete Kissóczy: ein grosses Rückgrat und die Sicht von innen – was Kissóczy als Geiger, der das Repertoire kennt, natürlich mitbringt. Trotzdem ist es als junger Dirigent nicht einfach, die volle Anerkennung zu erhalten.

Welches ist Ihre Taktik?
Auf die Frage, welche Art resp. welche Taktik Marc Kissóczy bei einem neuen Orchester anwendet, antwortete er: es kommt sehr auf die Kultur an. Sein Rezept lautet: Orchestermusiker sollen sich respektiert fühlen. Und Fachkompetenz sowie Effizienz in den Proben sind etwas vom Wichtigsten.

Wie kann man eine Partitur lesen? Worauf achten Sie beim Dirigieren?
Es ist wichtig, sich mit dem Umfeld des Komponisten, seinem privaten wie auch dem politischen, auseinanderzusetzen – und das braucht Zeit, wie Kissóczy betonte.
Dann muss er als Dirigent die Dirigiertechnik beherrschen. Er will etwas mitteilen, Emotionen schüren. Wenn ein Stück technisch ist, muss er auch technisch dirigieren. Kissóczy schaut sich die Form des Stücks genau an, er geht von den einzelnen Stimmen aus und trifft klangliche und technische Entscheidungen: vom Grossen ins Kleine und wieder ins Grosse, wie bei einem Puzzle, ohne dabei den Horizont zu verlieren. Man macht sozusagen die ganze Arbeit gleichzeitig und gibt dem Ganzen eine Richtung, einen Sinn.

Wie sind Ihre Erfahrungen, wie arbeiten Sie mit Solisten zusammen?
Für Marc Kissóczy ist Teamarbeit das Wichtigste, das gemeinsam an einer Sache arbeiten, möglichst den Solisten kennenlernen und mit ihm und dem Stück verschmelzen. Es ist mit jedem Solisten wieder anders. 

Vietnam-Projekt
Auf Anfrage von Pro Helvetia hat Marc Kissóczy in Vietnam ein Orchester, das „Vietnam National Symphonie Orchestra“ aufgebaut, was eines seiner interessantesten Projekte sowohl hinsichtlich kultureller als auch menschlicher Aspekte war. Wohl war es am Anfang ein Kulturschock – es gab auch nur einen einzigen Flügel, der immer auf umständliche Art und Weise transportiert werden musste. Es waren alles Berufsmusiker, aber deren Einkünfte reichten nicht, um davon zu leben. So übten sie alle neben der Musik noch einen weiteren Beruf aus. Ihre grosse Liebe galt aber der Musik, sie haben alle mit Eifer mitgemacht und bei 40 Grad Celsius gespielt – ihnen allen gebührt Kissóczys grösster Respekt. Er reiste zirka 14 Mal nach Vietnam, hat Leute aus Schweizer Orchestern mitgenommen, Kompositionsaufträge erteilt und Tourneen gemacht.

Der Lehrer Marc Kissóczy
Einen grossen Teil seines Lebens verbringt Marc Kissóczy mit Lehren, was er heiss liebt. Wieder ist er zufällig dazu gekommen. Als er an der Musikhochschule damit begonnen hatte, hat er gemerkt, dass es für ihn immer wichtiger wird. Kissóczy findet es schön zu schauen, wie sich Studenten entwickeln und man bekommt so viel zurück, wie er betonte. Egal ob Einzelunterricht oder in Gruppen – für Kissoczy ist das Unterrichten ein Lebenselixier geworden, er möchte es auf keinen Fall aufgeben.

Welches sind die Problematiken an den Musikhochschulen?
Zielsetzung der Musikhochschulen ist es, Lehrer auszubilden, Orchesterleute und Berufsmusiker, die auch solistisch tätig sind. In den letzten Jahren ist die Ausbildung viel diversifizierter und praxisorientierter geworden. Das Musikbusiness ist jedoch sehr hart geworden. 80 Prozent oder mehr wählt nach der Ausbildung einen anderen Beruf. Schön wäre, wenn innerhalb einer Musikhochschule Talente sofort gefördert würden, denn genau dort geht wertvolle Zeit verloren.

Wie denken Sie über Meisterkurse?
Marc Kissóczys Erfahrung ist, dass Studenten nach Meisterkursen ziemlich geschafft, aber viel stärker geworden sind. Meisterkurse können eine langanhaltende Wirkung haben, besonders wenn sie weg vom normalen Alltag stattfinden – was mit der Lenk natürlich der Fall ist. Kissóczy betont, dass sein Empfang an der Lenk besonders herzlich war – sozusagen eine grosse Familie. Er freut sich, nächstes Jahr anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums der Sommer-Akademie Lenk mit der Camerata Zürich und Solisten der Akademie ein Konzert an der Lenk zu geben.
 

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www.soak-lenk.ch